Vor Jahren war die militärische Führungsausbildung die Voraussetzung für eine Karriere in der Privatwirtschaft, heute wird ihr Mehrwert unterschiedlich beurteilt. Universitäten wie Fachhochschulen haben das Thema Führung für das eigenen Aus- und Weiterbildungsangebot entdeckt. Der Zusatznutzen einer militärischen Führungsausbildung wird heute von Führungskräften und ihren Arbeitgebern unterschiedlich eingeschätzt. Als Folge stehen weniger Interessenten für eine militärische Funktion und die damit verbundene Ausbildung zur Verfügung. Die Armee, bzw. die HKA steht im Wettbewerb mit anderen Organisationen um die besten Führungskräfte des Landes.

In dieser Case Study zeigen wir auf, wie die HKA ihre Situation analysiert und sich auf die neuen Anforderungen der Interessengruppen ausgerichtet hat. Heute begegnet sie zivilen Bildungsinstitutionen auf Augenhöhe und generiert weiterhin einen echten Mehrwert für die Schweizer Wirtschaft. Ihre Lehrgänge und Kurse werden auch von der Schweizer Hochschullandschaft geschätzt und anerkannt.

Die gesamte Case Study im Überblick

Die Ausgangslage (Teil 1): Die Anforderungen haben sich verändert.

Weiterlesen

Der Veränderungsprozess (Teil 2): Die HKA handelt: Wir wollen aktiv werden – um unsere Position zu stärken.

Weiterlesen

Das Resultat (Teil 3): Volle Anerkennung durch die Privatwirtschaft, Preisträger ESPRIX Swiss Award for Excellence – die HKA wird zum „Role Model“.

Weiterlesen

Change Management hat Konsequenzen für die Mitarbeitenden – in diesem Fall aber positive!

Die Mitarbeitenden der HKA sind überdurchschnittlich motiviert. Dies zeigt die Befragung des Eidgenössischen Personalamtes (EPA) auf – die Ergebnisse der HKA gehören zu den Besten.

Heute gehen die Mitarbeitenden mit Veränderungen offen um. Sie haben sie nicht nur akzeptiert, sondern beurteilen sie als notwendige Anpassung aufgrund neuer Anforderungen.

Die Vereinheitlichung des Managementsystems brachte auch eine Standardisierung der Prozesse mit sich. Dies führte zu einer Vereinfachung der Prozesse und hat die Messung der Prozessleistung ermöglicht.

Das Kennzahlensystem sorgt für klare Fakten

Das EFQM-Modell setzt messbare Ergebnisse voraus. Es ermöglicht eine Wirkungskontrolle anhand von eindeutigen Indikatoren, und dies über sämtliche Hierarchiestufen hinweg. Diese Transparenz ermöglicht eine faktenbasierte Steuerung der Organisation.

«Dank unseres Kennzahlensystems weiss ich, welche Massnahmen wirksam sind und ich kann jederzeit nachweisen, dass wir die Erwartungen unserer Interessengruppen erfüllen – und zwar mit den zur Verfügung stehenden Mitteln.»

Divisionär Daniel Keller

Kommandant Höhere Kaderausbildung der Armee (HKA), Stabschef Operative Schulung, Stellvertreter Chef Kommando Ausbildung

Klar sichtbare, anerkannte Qualität der Produkte

Auf der Kundenseite hat Entwicklung der HKA viel Anerkennung eingebracht. Im EFQM-Modell ist die externe Beurteilung des Reifegrades (Level of Excellence) ein zentrales Element. Für die HKA hat sich dies gelohnt, denn nun wird sie nicht nur intern, sondern auch von Partner aus der Privatwirtschaft hoch geschätzt. Heute genügt die HKA zivilen Ansprüchen an eine exzellente Führungsausbildung, sie ist auf Augenhöhe mit der Privatwirtschaft. Mit der Anerkennung durch Universitäten und Fachhochschulen ist sie heute Teil der Schweizer Bildungslandschaft.

Zusatznutzen für Teilnehmende

Neben der optimalen Vorbereitung auf die nächste militärische Funktion, sollen Absolventen von Lehrgängen der HKA auch für ihre zivile Entwicklung profitieren. Dies geschieht über die Anerkennung von HKA-Lehrgängen durch Universitäten und Hochschulen. Die HKA hat in den vergangen Jahren eine Vielzahl von Schweizer Bildungsinstitutionen von diesem Mehrwert überzeugen können. Entsprechend wird dort Ausbildung an der HKA am Studium angerechnet.

Um dem Anspruch an Spitzenqualität gerecht zu werden, arbeitet die HKA seit Jahren nach dem in der Privatwirtschaft anerkannten Qualitätsmodell der European Foundation for Quality Management (EFQM). Getreu diesem Modell strebt die HKA auf dem Weg hin zu «Business Excellence» kontinuierliche Qualitätsverbesserungen an.

Der krönende Abschluss: ESPRIX-Preis 2016

Eine weitere externe Überprüfung fand im Rahmen des ESPRIX Award Cycles 2016 statt. Die Interviews wurden mit Vertretern alle Hierarchiestufen, Stabsbereichen und Organisationseinheiten der HKA geführt. Die Bewertung (R4E mit fünf Sternen) sowie die Auszeichnung mit dem ESPRIX Preis für das Grundkonzept „Mit Vision, Inspiration und Integrität führen“, dass es der HKA gelungen ist, sich als Kompetenzzentrum für Führungsausbildung zu etablieren und sich kontinuierlich zu den Besten zu entwickeln.

Nachstehend der Film zu Verleihung des Awards: Die Laudatio auf die HKA hielt Valentin Vogt, Präsident des Schweizer Arbeitgeberverbandes (im Beitrag ab ca. 20:00 min.).